Mein Freund Barry

Markus Welter, Schweiz, Deutschland, 2026o

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Inmitten der malerischen Schweizer Berge strandet der 12-jährige Georg bei den Mönchen auf dem Grossen Sankt Bernhard-Pass. Alles ist neu für ihn: die Kälte, die Stille und das ungewohnte Klosterleben. Doch schon bald entdeckt Georg, dass dieser besondere Ort voller kleiner Wunder steckt. Als er einen hilflosen Welpen findet, entsteht zwischen den beiden eine tiefe Freundschaft. Heimlich zieht Georg seinen Barry gross und erlebt mit ihm unvergessliche Momente. Doch als Georg seinen treuen Gefährten zu verlieren droht, nimmt er all seinen Mut zusammen und macht sich auf den Weg in ein riesiges Abenteuer.

Der Mythos vom Bernhardinerhund Barry, der von 1800 bis 1814 im Hospiz auf dem Grossen Sankt Bernhard lebte und mit seinem Schnapsfässchen am Hals 40 Menschen aus der Bergnot gerettet haben soll, gehört zum festen Inventar der Schweizer Nationalmythen über die tapfere Selbstlosigkeit der wackeren Bergler. Kein Zufall somit, dass Barry bis heute im Naturhistorischen Museum Bern ausgestellt wird, schier unausweichlich, dass sich – bald 50 Jahre nach den Disneystudios – auch die einheimische Filmmanufaktur des braven Tiers annehmen würde. Der Haken an der Sache: Um Barry rankt sich wohl die eine oder andere Legende, doch keine Story. Von Grund auf erfinden musste man deshalb die Geschichte eines Berner Waisenbuben aus napoleonischer Zeit, der mit seinem grossen Bruder kurz vor Wintereinbruch die 2469 Meter hohe Passage vom Wallis nach Italien nehmen will, aber krank im Hospiz zurückbleibt, worauf er von den geistlichen Betreibern als Küchenjunge angestellt wird und seinerseits einen kränklichen Bernhardiner-Welpen zum tüchtigen Gebirgshund hochpäppelt. Hinzu kommen die Freundschaft des Buben mit dem orientalisch drappierten Hundetrainer (Carlos Léal) und dessen herziger Basler Tochter, seine Drangsalierung durch einen eifersüchtigen Novizen, im Gegenzug dafür seine Förderung durch den philanthropischen Hospizherrn (Ulrich Tukur) – nicht zu vergessen die Einquartierung französischer Truppen, wobei die 40'000 Mann, die Napoleon im Mai 1800 über den Pass nötigte, im Film auf überblickbare 30-40 schrumpfen. Anders gesagt: Es läuft immer was, doch nie etwas, das anhaltend Probleme oder schulpflichtigen Kindern viel Angst macht, und dies bei vorwiegend prächtigem Wetter. Im Kino haben bislang 125'000 Grosse und Kleine um Herrchen und Hund gebangt. Keine Sorge: Kommt gut

Andreas Furler

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Filmdateno

Synchrontitel
Mon ami Barry FR
My Friend Barry EN
Genre
Drama
Länge
95 Min.
Originalsprache
Deutsch
Bewertungen
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ØIhre Bewertung7.3/10
IMDB-User:
7.3 (56)
Cinefile-User:
< 3 Stimmen
KritikerInnen:
< 3 Stimmen

Cast & Crewo

Paco von WyssGeorg
Alma BüchenbacherResi
Mael GallatiCelestin
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